Weinquiz zum Ausdrucken
Rot oder Weiss?
Die Farbe im Glas: woher sie kommt, wie Rosé entsteht, wie man Rot und Weiss serviert und was beim Essen zählt.
12 Fragen · Lösungen auf Seite 2
Zwei A4-Seiten: zuerst die Fragen, dann die Lösungen. Im Druckdialog lässt sich das Blatt auch als PDF speichern.
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Rot oder Weiss?
NamePunkte/ 12
Woher stammt die Farbe eines Rotweins?
Welche dieser Rebsorten ist eine weisse Sorte?
Welche dieser italienischen Sorten ist rot?
Wann wird Weisswein im Vergleich zu Rotwein klassischerweise gepresst?
Welche Serviertemperatur empfiehlt sich für einen leichten, frischen Weisswein wie Chasselas?
Richtig oder falsch: Der Tessiner Bianco di Merlot wird aus der roten Merlot-Traube gekeltert.
Wie entsteht die Mehrzahl der Rosé-Champagner?
Richtig oder falsch: Rotweine enthalten in der Regel mehr Sulfite als Weissweine.
Sie möchten einen Rotwein zu Fisch servieren. Worauf kommt es dabei vor allem an?
Richtig oder falsch: In der Deutschschweiz ist ein «Federweisser» ein Weisswein, der aus blauen Trauben gekeltert wird.
Was geschieht bei der Rosé-Methode «Saignée»?
Rotwein zu Meeresfrüchten hinterlässt oft einen fischigen Nachgeschmack. Welcher Weinbestandteil ist laut einer Studie von 2009 hauptverantwortlich?
weinquiz.ch/de/ausdrucken/rot-oder-weiss/ · Lösungen und Erklärungen auf Seite 2
Für die Spielleitung
So spielt ihr es an der Degustation
- Druckt Seite 1 für jede Person oder jedes Team aus, Seite 2 mit den Lösungen nur einmal, für die Spielleitung.
- Schenkt ein und gebt zehn bis fünfzehn Minuten: Pro Frage wird eine Antwort angekreuzt, Nachschauen auf dem Handy gilt nicht.
- Tauscht die Blätter, die Spielleitung liest die Lösungen samt Erklärung vor. Jede richtige Antwort gibt einen Punkt.
Noch eine Runde? Die Apéro-Runde spielt ihr zu zweit bis zu sechst auf einem einzigen Handy: weinquiz.ch/party
Lösungen: Rot oder Weiss?
C Aus den Traubenschalen
Die Farbstoffe (Anthocyane) sitzen in den Schalen; das Fruchtfleisch fast aller Traubensorten ist hell. Rotwein entsteht, weil der Most während der Gärung auf den Schalen bleibt (Maischegärung).
B Chardonnay
Chardonnay, die weisse Sorte des Burgunds, wird in der Schweiz vor allem in Genf, in der Waadt und im Wallis angebaut; Gamaret, Cornalin und Merlot sind rot.
C Barbera
Barbera ist eine rote Sorte aus dem Piemont mit viel Säure und wenig Tannin; Garganega (Soave), Glera (Prosecco) und Vermentino sind weisse Sorten.
B Weisswein vor der Gärung, Rotwein nach der Gärung
Beim Weisswein trennt die Presse den Saft vor der Gärung von den Schalen; vergoren wird nur der Most. Rotwein gärt dagegen auf den Schalen, die Farbe und Tannin abgeben, und wird erst danach abgepresst. Eine Ausnahme ist der Orange Wine: weisse Trauben, die wie ein Roter auf den Schalen vergären.
B 8 bis 10 °C
Leichte Weissweine zeigen sich bei 8 bis 10 °C am frischesten, kräftige, im Holz ausgebaute Weissweine bei 10 bis 12 °C. Zu kalt serviert, verschliessen sich die Aromen; zu warm wirkt der Wein breit und alkoholisch.
A Richtig
Für den Bianco di Merlot werden die roten Trauben sanft gepresst und ohne Schalenkontakt vergoren, sodass keine Farbe in den Most gelangt; die Idee kam in den 1980er-Jahren auf.
D Durch Zugabe von etwas rotem Stillwein zum Weisswein
Meist wird einem weissen Grundwein vor der zweiten Gärung etwas stiller roter Champagne-Wein beigemischt (Assemblage). Die Alternative ist die Saignée, bei der dunkle Trauben kurz mit den Schalen mazeriert werden.
B Falsch
Falsch. Tannine und Farbstoffe schützen den Rotwein zusätzlich, darum braucht er weniger Schwefel: Die EU erlaubt bei trockenem Rotwein höchstens 150 mg/l, bei Weiss- und Roséwein 200 mg/l, und ab 5 g/l Restzucker jeweils 50 mg/l mehr.
A Wenig Tannin und leicht gekühlt servieren
Harte Tannine wirken neben zartem Fisch bitter und austrocknend; ein leichter, tanninarmer Roter wie Pinot Noir oder Gamay, bei rund 14 Grad serviert, begleitet dagegen Lachs, Thunfisch oder gegrillte Felchen sehr gut.
A Richtig
Anders als in Deutschland, wo Federweisser gärenden Most meint, bezeichnet das Wort in der Schweiz einen Blanc de Noirs: meist Pinot Noir, der sofort und ohne Maischekontakt gepresst wird, sodass der Most hell bleibt. Der gärende Most heisst hierzulande Sauser.
C Ein Teil des Mosts wird früh von der roten Maische abgezogen
Nach wenigen Stunden Maischestandzeit lässt man einen Teil des leicht gefärbten Safts ab («bluten»): Er wird zu Rosé, der Rest gärt mit mehr Schalen pro Liter zu einem konzentrierteren Rotwein. Die andere klassische Rosé-Methode ist das direkte Pressen der Trauben.
A Eisen
Forscher der japanischen Firma Mercian liessen Weine zu getrockneten Jakobsmuscheln verkosten: Je mehr Eisen ein Wein enthielt, desto stärker der fischige Nachgeschmack; Eisenionen fördern die Bildung von Aldehyden aus dem Fischfett. Nicht die Farbe, sondern der Eisengehalt entscheidet.
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